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Wenn Sport Integration fördert

Wenn Sport Integration fördert

Das Bundesprogramm „Demokratie leben“ fördert verschiedene Projekte in Aue-Bad Schlema, Schneeberg und Lößnitz. Die freie Journalistin Katja Lippmann-Wagner begleitet ausgewählte Veranstaltungen und berichtet darüber. Heute: Das Projekt „Interkulturellen Sportferienfreizeit“ des Kreissportbundes Erzgebirges in Aue-Bad Schlema 


Sport verbindet und das auf verschiedenen Ebenen. Im Mannschaftssportbereich wird der Teamgeist geschult, verliert die Herkunft der Sportler ganz deutlich an Bedeutung. Das funktioniert im Großen wie im Kleinen. Daher ist es nur verständlich, dass sich der Kreissportbund Erzgebirge für Integration stark macht. Nicht nur Vereine, die in ihm engagiert sind, machen sich für Integration stark – auch der Kreissportbund selbst organisiert immer wieder Veranstaltungen mit dem klaren Ziel der Integration.

Eine solche Veranstaltung hat es auch im August 2019 in Aue-Bad Schlema gegeben. In der Sporthalle des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) für Technik Erdmann Kircheis waren interessierte Kinder und Jugendliche sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag zu einer Interkulturellen Sportferienfreizeit eingeladen. Während am Vormittag vor allem angemeldete Kindereinrichtungen zu ihrem Recht kamen, stand der Nachmittag ganz im Zeichen der ü10-Jährigen, die sich individuell ein Bild vom vielfältigen Sportangebot in der Region machen wollten.

Das besondere Konzept sah nicht nur den interkulturellen Ansatz vor, sondern auch die Vorstellung verschiedener Sportarten. Im Stationsbetrieb konnten die Mädchen und Jungen auf Entdeckungsreise gehen. Andreas Rucks, der Leiter des Horts „Auer Weltentdecker“, nutzte das Angebot mit 18 Kindern. „Leider kam die Einladung sehr spät“, sagt Rucks, findet aber das Angebot sehr gelungen. „Den Kindern werden ja verschiedene Sportmöglichkeiten angeboten. Es gibt ja nicht nur Fußball“, sagt Rucks. Dieser spiele auch in seine Einrichtung eine wichtige Rolle. „Hier sieht man mal die ganze Vielfalt – nur den Handball vermisse ich“, so der Hortleiter. Die Sporthalle sei für ihn und seine Kinder natürlich ideal gelegen und gut erreichbar. Aufgrund ihrer Größe sei sie bestens geeignet. Dass dieses Sportferienfreizeit einen integrativen Ansatz hat, ist für Andreas Rucks sehr positiv. „Wir haben selbst Kinder mit Migrationshintergrund in unserer Einrichtung.“ Manuela Krolzik vom Johanniter-Kinderland auf dem Zeller Berg in Aue wurde durch eine Mitarbeiterin auf die Veranstaltung aufmerksam. Mit 28 Mädchen und Jungen nutzte sie das Angebot des Kreissportbundes Erzgebirge, der für das Projekt durch „Demokratie Leben!“ gefördert wird. „Ursprünglich hatten wir eine Fahrradtour geplant“, sagt sie. Doch die Verlockung, neue Sportarten kennenzulernen war größer. „Hier gibt es mit Biathlon beispielsweise Sportarten, die wir selbst gar nicht anbieten können“, so Krolzik. An ihrer Einrichtung werde sehr sportorientiert gearbeitet. „Wir haben einen wunderbaren Sportraum und können Begabungen fördern. Allerdings hat auch Manuela Krolzik schon die Erfahrung gemacht, dass die meisten Eltern nicht mehr so dahinterstehen, wie man es von früher kennt.

Ganz anders bei Anke Arnold-Körbis aus Lugau. Sie war mit ihrer neunjährigen Tochter Sophie nach Aue-Bad Schlema gekommen. „Wir haben beim Kreissportbund nach verschiedenen Sportarten geschaut und dadurch bin ich auf das Angebot aufmerksam geworden.“ Sophie sollte verschiedene Sachen ausprobieren, um für sich eine Sportart zu finden. Sophie jedenfalls hatte, wie die meisten anderen auch, sehr viel Spaß.

Sehen Sie HIER mehr zum Projekt in einem Beitrag des Regionalfernsehens Mittelerzgebirge.