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„Herznetz-Gefühl“ – Theaterprojekt stärkt Medienkompetenz und soziales Bewusstsein

Im März 2026 wurde das Präventionstheaterstück „Herznetz-Gefühl“ erfolgreich an drei Schulen in Aue-Bad Schlema und Schneeberg durchgeführt. Ziel des Projekts war es, Jugendliche für die Herausforderungen und Chancen der digitalen Lebenswelt zu sensibilisieren und ihre Medienkompetenz nachhaltig zu stärken.

Das Berliner Theater-Ensemble Radiks e. V. gastierte im Rahmen des Projekts an der Evangelischen Oberschule Schneeberg, der Oberschule Westerzgebirge Aue-Bad Schlema sowie beim IAJ e. V. Aue-Bad Schlema. Insgesamt konnten dabei 293 Schülerinnen und Schüler ab der Klassenstufen 7 erreicht werden.

Theaterstück trifft den Nerv der Zeit

Das Theaterstück setzte sich eindrucksvoll mit aktuellen Themen wie Cybermobbing, Cyberkriminalität, Social Media, Datenschutz und dem verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien auseinander. Besonders beeindruckend war die authentische und emotionale Darstellung der Lebensrealität Jugendlicher im Internet.

Die Schülerinnen und Schüler erlebten, wie schnell sich Konflikte im digitalen Raum entwickeln können und welche Auswirkungen Hass, Ausgrenzung oder ständige Erreichbarkeit auf das persönliche Wohlbefinden haben. Gleichzeitig zeigte das Stück auch Chancen sozialer Netzwerke und digitaler Kommunikation auf und regte zu einem bewussteren Umgang mit Medien an.

Ein Teilnehmer fasste die Eindrücke treffend zusammen:

„Es war sehr fesselnd zu sehen, wie das Theater-Ensemble Radiks den Zahn der Zeit getroffen hat.“

Austausch und Reflexion als wichtiger Bestandteil

Ein zentraler Bestandteil des Projekts waren die anschließenden Gesprächs- und Reflexionsrunden mit den Schauspielerinnen und Schauspielern. Die Jugendlichen hatten dabei die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen, Fragen zu stellen und gemeinsam Lösungsstrategien für schwierige Situationen im digitalen Alltag zu entwickeln.

Begleitend zum Theaterstück kamen umfangreiche pädagogische Materialien zum Einsatz, die von den Lehrkräften im Unterricht weitergeführt wurden. Dadurch konnten die Inhalte nachhaltig vertieft und langfristig im Schulalltag verankert werden.

Besonders positiv wurde von den Schülerinnen und Schülern hervorgehoben, dass:
- die Auswirkungen von Cybermobbing greifbarer wurden,
- die emotionale Darstellung nachhaltig berührte,
- zentrale Werte wie Freundschaft, Respekt und Akzeptanz gestärkt wurden,
- und konkrete Handlungsmöglichkeiten für einen sicheren Umgang mit Social Media vermittelt wurden.

Nachhaltiger Projekterfolg

Das Projekt erreichte insgesamt 296 Teilnehmende und wurde von den beteiligten Schulen als pädagogisch besonders wertvoll bewertet. Durch den praxisnahen und partizipativen Ansatz konnten die Jugendlichen ihr eigenes Verhalten im digitalen Raum reflektieren und ihre Handlungssicherheit stärken.

Die begleitenden Diskussions- und Evaluationsrunden zeigten deutlich, dass viele Teilnehmende neue Perspektiven gewinnen konnten und sich nun bewusster mit Themen wie Datenschutz, Cybermobbing und digitaler Kommunikation auseinandersetzen.

Darüber hinaus leistete das Projekt einen wichtigen Beitrag zur:
- Förderung demokratischer Werte,
- Stärkung sozialer Kompetenzen,
- Sensibilisierung gegenüber Hass im Netz und Desinformation,
- sowie zur Förderung digitaler Teilhabe und Medienkompetenz.

Durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte ein wirkungsvoller Beitrag zur Präventionsarbeit und zur Stärkung junger Menschen im digitalen Alltag geleistet werden.

Fazit

Mit „Herznetz-Gefühl“ wurde ein wichtiges und hochaktuelles Präventionsprojekt umgesetzt, das Jugendliche emotional erreichte und gleichzeitig wichtige Kompetenzen für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien vermittelte.

Das Projekt zeigte eindrucksvoll, wie kulturelle Bildungsangebote und theaterpädagogische Ansätze dazu beitragen können, junge Menschen für gesellschaftlich relevante Themen zu sensibilisieren, demokratische Werte zu stärken und Medienkompetenz nachhaltig zu fördern.